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Staatsverfassung

  • Die Regeln für das Wesentliche

    Die Staatsverfassung regelt das Wesentlichste der Japanesengesellschaft Schwyz. Situatives Handeln und grosszügige Auslegung gehören dabei zum ungeschriebenen Gesetz.

    Staatsverfassung des japanesischen Reiches zu Yeddo Schwyz (aktuell geltende Fassung)


    Das japanesische Volk zu Yeddo-Schwyz, dankbar eingedenk seiner berühmten Vorfahren, die sich Jahre 1857 als «Brüder vom tollen Leben» zusammenschlossen und im Jahre 1863 aus Anlass der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem japanischen Kaiserreich die «Japanesengesellschaft Schwyz» durch das Spiel «Die Schweiz in Japan» ins Leben riefen, und deren 100jähriges Bestehen im Jahre 1958 durch das würdige Festspiel «Urständ» gefeiert wurde, gibt sich folgende Staatsverfassung:

    l.
    Die Japanesengesellschaft Schwyz ist ein «Verein» im Sinne des Zivilgesetzbuches unserer westlichen Miteidgenossen. Sie fördert das zeitgemässe Fasnachtsspiel zur Ergözung und zur Besinnung des japanesischen Volkes. Sie kann auch andere fasnächtliche Anlässe durchführen oder an Freilichtspielen und vaterländischen Feiern mitwirken.

    ll.
    Japanese (Mitglied der Japanesengesellschaft Schwyz) wird jeder, der durch irgendeinen Dienst an einem Spiel der Gesellschaft mitwirkt, sei er aus dem Stand der ehrenhaften Männer, der tugendhaften Frauen oder der schmucken Schuljugend. Die Hayjunenerstmalig am Spiel 1990 «ewägg vom Stand» in Erscheinung getreten – bilden eine Gruppe besonders engagierter jüngerer Japanesen. Der oder die von den Hayjunen bestimmte Vertreter(in) ist jeweils beratendes Mitglied des Kronrates.

    lll.
    Der Hesonusode (auch Tenno, Mikado oder Kaiser genannt) ist der höchste Würdenträger des japanesischen Reiches. Er leitet die Reichsversammlung, den Rat der Mandarine und den Kronrat. Er wird jedes Jahr neu gewählt, soll aber nur ausnahmsweise (bei grossen Spielen, Notzeiten undsofort) wiedergewählt werden. Sein Vertreter, Meintschau genannt, wird im selben Rhythmus wie der Hesonusode gewählt.

    lV.
    Der Kronrat führt die laufenden Reichsgeschäfte. Ihm gehören an der Hesonusode, der Aktuariu, der Gimmermeh, der Materialiu sowie 3-7 weitere von der Reichsversammlung zu bezeichnende Mandarine. Es können weitere Mandarine oder Japanesen zu den Beratungen aufgefordert werden. Über deren allfälliges Stimmrecht entscheidet der Kronrat. Der Kronrat kann jederzeit zu einer ausserordentlichen Reichsversammlung aufrufen.

    V.
    Der Aktuariu schreibt die Abschiede der Reichsversammlung, des Rates der Mandarine und des Kronrates und führt die Listen des Rates der Mandarine.

    Der Gimmermeh verwahrt die Staatskasse, welche alljährlich vor der Reichsversammlung von den Prüferados erwahrt wird.

    Der Materialiu hütet das japanesische Arsenal.

    Der Fahnentschang ist verantwortlicher Hüter und Träger der Reichsfahne.

    Der Archivariu hütet das japanesische Schrifttum und andere, nicht im Gebrauch befindliche Güter historischen Wertes und führt darüber Inventar.

    Vl.
    Dem Rat der Mandarine gehören an: Der Hesonusode, die Kronräte sowie die von der Reichsversammlung ernannten Mandarine. Die Mandarine können jederzeit zur Beratung von Staatsgeschäften geladen werden. Sie erscheinen zu allen feierlichen Anlässen im festlichen Japanesenkostüm. Es steht der Reichsversammlung zu, besonders verdienstvolle Japanesen als Ehrenmandarine auszuzeichnen.

    Vll.
    Die alljährliche Reichsversammlung (Generalversammlung) im Winterpalast zu den «Drei Taikunen» in Yeddo-Schwyz, am Tage der heiligen Dreikönige, als dem Anbruch der Fasnacht, ist der höchste, vom japanesischen Volk getragene Staatswille. Sie genehmigt die Thronrede des Hesonusode, den Abschied der letztjährigen Reichsversammlung sowie die Rechenschaften des Girnmermeh, der Prüferados und des Materialiu. Sie wählt den Hesonusode, den Meintschau, den Aktuariu, den Gimmermeh, den Materialiu, die Kronräte, den Archivariu und die Mandarine, den Fahnentschang, wie auch die beiden Prüferados und Handschangs (Stimmenzähler). Sie bestimmt die Staatsgeschäfte der angebrochenen Fasnacht. Sie fast ihre Beschlüsse mit offener Hand und einfacher Stimmenmehrheit der anwesenden Japanesen.

    Vlll.
    Die Einnahmen des Staatshaushaltes bestehen aus freiwilligen Beiträgen der Mandarine und des japanesischen Volkes sowie aus den Überschüssen der Feierlichkeiten.

    lX.
    Die Verfassung kann auf mehrstimmigen Antrag des Rates der Mandarine durch Zustimmung von 2/3 der an einer ordentlichen Reichsversammlung anwesenden Japanesen revidiert werden.

    X.
    Durch die Annahme dieser Verfassung treten die Statuten vom 15. März 1863 mit allen seitherigen Änderungen einschliesslich der am 6. Januariu 1962 genehmigten Fassung ausser Kraft, mit Ausnahme der Bestimmungen über das Vermögen im Falle einer Gesellschaftsauflösung, die weiterhin in Kraft bleiben. Die vorstehende Staatsverfassung des japanesischen Reiches zu Yeddo-Schwyz ist an der Reichsversammlung vom 6. Januariu 1992 angenommen worden.

    Der Hesonusode Cll
    Edy Betschart

    Der Aktuariu
    Friedhelm Bader